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Jobcenter Segeberg verschickt Umzugsaufforderung wegen 1,78 € zu hoher Miete

Die faulen Sozialschmarotzer übertreiben doch alle. So schlimm kann es mit dem JobCenter doch nicht sein. Das ist ja immerhin eine staatliche Behörde, und die müssen sich an Gesetze halten.

Denkste!
Entweder kennen einige Mitarbeiter die Gesetze nicht oder sie werden vorsätzlich ignoriert.

Sozialberatung Kiel

(c) Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de (c) Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Eine Alleinerziehende Mutter und ihre zwei Kinder, die in Norderstedt in einer 68 Quadratmeter großen Wohnung leben, sind vom Jobcenter Segeberg mit Schreiben vom 18.03.2014 aufgefordert worden, ihre Unterkunftskosten unter anderem durch einen Umzug zu senken, weil ihre Miete 1,78 € über der vom Jobcenter als maßgeblich erachteten Mietobergrenze liegt. Wörtlich heiß es in dem Aufforderungsschreiben:

„Da ich nicht dauerhaft aus Mitteln des SGB II unangemessen hohe Unterkunftskosten zahlen darf, sollten Sie sich darum bemühen, Ihre Unterkunftskosten durch Wohnungswechsel, durch Untervermietung oder auf andere Weise zu senken.“

Weiter führt die Behörde in ihrer Senkungsaufforderung aus: „Nicht angemessenen Mieten können in der Regel längstens für drei Monate anerkannt werden (§ 22 Abs. 1 SGB II). Damit sind ab dem 01.08.2014 nur noch die angemessenen Kosten der Berechnung der Leistungen zu berücksichtigen.“

Wenn es nicht so traurig wäre, man müsste lachen: Eine Umzugsaufforderung wegen 1,78 €…

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